MusikerInnen

L’anima giustafrauenkomponiert 2015, 2016, Festival frauenkomponiert 2018: Orchester

Musiker und Musikerinnen aus den führenden Basler Orchestern, verstärkt durch Freischaffende aus Basel und Umgebung, bilden ein neues Ganzes und setzen so ein Zeichen der Zusammenarbeit. Unter der Leitung von Jessica Horsley bringt L’anima giusta gegenwärtig unbekannte und unerkannte Komponistinnen von gestern und heute zum Klingen.

 

ARIA Quartett – Festival frauenkomponiert 2018

Seit der Gründung im Jahre 1994 ist das ARIA Quartett Gast in den bedeutendsten Konzertsälen der Welt. Auftritte im Rahmen internationaler Festivals und Gastspiele sowie Tourneen im In- und Ausland zeugen vom internationalen Engagement des Quartetts. Im Quartett spielen jetzt vier Musiker aus Basel, die als Professoren an Musikhochschulen tätig sind und in vielfältiger Weise am internationalen Musikleben teilnehmen: Barbara Doll und Adelina Oprean, Violinen (alternierend), Winfried Rademacher, Viola und Conradin Brotbek, Violoncello.

Das ARIA Quartett fühlt sich dem reichen traditionellen Repertoire und der neuen Musik verpflichtet. Immer öfter macht es ein interessiertes Publikum durch die Interpretation von Raritäten auf sich aufmerksam. Enge persönliche Kontakte der Musiker zu zeitgenössischen Komponisten ermöglichen das unmittelbare Erlebnis von Ur- und Erstaufführungen. 2017 hat das ARIA Quartett u.a. eine Uraufführung von Martin Schüttler beim Musikfestival Bern realisiert und das Konzert von Sándor Veress für Streichquartett und Orchester mit grossem Erfolg in Basel und Winterthur aufgeführt.

Die vier Musiker haben den Wunsch, ihre reiche Erfahrung als Solisten, Kammermusiker und Pädagogen in der anspruchsvollsten Form des Quartettspiels zu vertiefen und die stete Lebendigkeit der Werke aufrecht zu erhalten. Das Quartett steht für feinste Transparenz, für warme, höchst lebendige Klangfarben und für einen plastischen, authentischen Klang. Bewegende Momente werden mit Leichtigkeit und Präzision dargestellt, Details und Nuancen ohne flache Vordergründigkeit aufgezeigt. Zahlreiche Radio- und Fernsehaufnahmen sowie CD-Einspielungen bei den Labels ECM und Novalis dokumentieren die künstlerische Arbeit des ARIA Quartetts.

 

Els Biesemans – Festival frauenkomponiert 2018

Ihre Zuneigung für die historischen Instrumente wurde bereits früh geweckt. Im Alter von 7 Jahren beginnt Els Biesemans Orgel zu spielen und lernt von früh auf, sich ständig neuen Instrumenten und unterschiedlichen akustischen Bedingungen anzupassen. Sie entwickelt eine tiefe musikalische Beziehung zu Instrumenten, die bewusst dafür gebaut wurden, dem Zahn der Zeit zu trotzen und viele Generationen zu überdauern. Dies schärfte ihr Gehör und legte die Basis für ihren lebendigen und differenzierten Anschlag, der für das Spiel auf historischen Instrumenten so sehr erforderlich ist.

Els Biesemans studierte Klavier, Orgel und Kammermusik an der Hochschule für Musik in Löwen. 2001 erwarb sie mit höchster Auszeichnung das Diplom Master of Music. 2005 kam Els Biesemans nach Basel, wo sie sich an der Schola Cantorum Basiliensis bei Jesper Christensen in der Tastenvielfalt des 18. und 19. Jahrhunderts spezialisierte. Die 1978 in Antwerpen geborene Künstlerin ist vielfache Preisträgerin zahlreicher internationaler Wettbewerbe in Brügge, Paris, Prag, Tokio und Montreal. Sie gewann den Ciurlionis-Wettbewerb in Vilnius und den Arp-Schnitger-Wettbewerb in Bremen. Als Solistin ist Els Biesemans in ganz Europa, in den USA, Canada und Japan zu hören. Zu den Konzerthäusern, in denen sie regelmässig auftritt, gehören die Philharmonie Berlin, die Philharmonie Essen, die Tonhalle Zürich, die Salle Philharmonique Liège, das BOZAR in Brüssel und das AMUZ in Antwerpen, die Philharmonie Ekaterinburg und Omsk, das Maison de la Radio France in Paris, das Palacio Euskalduna in Bilbao. Zu ihren musikalischen Partnern gehören u.a. die Sänger Julian Prégardien und Christian Immler, die Violinistinnen Chouchane Siranossian und Mayumi Hirasaki, das Orchester «La Cetra» unter der Leitung von Andrea Marcon. Mit ihrem Ensemble «Elsewhere» erweitert Els Biesemans kontinuierlich das Repertoire. Besonderes Augenmerk legt die Interpretin auf in Vergessenheit geratene Musik. Wie der Name sagt, geht es bei «Elsewhere» darum, Musik aus einer anderen Zeit und einem anderen Zeitgeist, die man nirgendwo mehr hört, in die heutige Zeit – wie durch eine Zeitmaschine! – zu versetzen. Die Tastenspielerin lebt mit ihrer Instrumentenfamilie in Zürich, wo sie das Hammerklavierfestival «Flügelschläge» ins Leben gerufen hat und mit Hingabe leitet.
www.elsbiesemans.be

 

David Blunden – Festival frauenkomponiert 2018

Geboren in Sydney, Australien, studierte David Blunden Orgel und Cembalo am Sydney Conservatorium of Music und absolvierte anschliessend ein Aufbaustudium in Orgel, Cembalo und Improvisation an der Schola Cantorum Basiliensis. Von Basel aus, wo er heute lebt, hat sich David Blunden eine internationale Karriere als Solist und Ensemblemusiker aufgebaut und sich dabei auf die Musik des 17. und 18. Jahrhunderts spezialisiert. Er ist Gründungsmitglied der Ensembles Le Jardin Secret und Capricornus Consort Basel und spielt regelmässig mit dem Kammerorchester Basel und dem La Cetra Barockorchester. Seine jüngsten Auftritte führten ihn zu renommierten Festivals wie den Händel-Festspielen Halle und den Frankfurter Bachkonzerten, ans Theater an der Wien, ans Théâtre des Champs-Élysées, ans Grand Théâtre Aix-en-Provence und ins Concertgebouw Amsterdam. Als Solist und Ensemblemusiker kann er auf zahlreiche Aufnahmen verweisen, darunter mehrere Weltersteinspielungen mit dem Capricornus Consort Basel, unter denen eine Aufnahme von Kantaten von Graupner (mit der Sopranistin Miriam Feuersinger) mit einem ECHO Klassik ausgezeichnet wurde. David Blunden hat regelmässig als Coach und musikalischer Assistent im Bereich Oper gearbeitet und war an mehreren Produktionen am Theater Basel mit Andrea Marcon (darunter Monteverdis Orfeo, Mozarts Idomeneo und Vivaldis Juditha Triumphans) beteiligt. Er ist ein erfahrener Gesangscoach und Begleiter, spezialisiert auf die Interpretation und die Verzierungstechniken barocker Vokalmusik, und betreut als musikalischer Coach die Gesangsklassen der Schola Cantorum Basiliensis.

 

Maya Boog – frauenkomponiert 2015, Festival frauenkomponiert 2018

Die Schweizer Sopranistin Maya Boog studierte bei Prof. Klesie Kelly in Köln und wurde direkt nach ihrer Ausbildung am Internationalen Opernstudio Zürich ans Staatstheater Darmstadt engagiert. Engagements folgten u. a. am Grand Théâtre de Genève, an der Volksoper Wien, an der Komischen Oper Berlin, an der Opéra Berlioz in Montpellier, an den Opern Tokio und Otsu, an der Prager Staatsoper mit den grossen Partien ihres Fachs wie Violetta, Gilda, Marguerite, Poppea, Pamina, Mimì, etc. sowie bei Festivals wie den Bregenzer Festspielen, Mozartwochen Salzburg, Schlossfestspielen Sanssouci, bei dem Menuhin Festival Gstaad, dem Festival Radio France, dem Kissinger Sommer, dem Lehar Festival Bad Ischl und weiteren mehr. Als gefragte Lied- und Konzertsängerin gastierte die Sopranistin in bedeutenden Musikzentren wie den Philharmonien Berlin und Köln, der Tonhalle Zürich, im Casino Basel, dem Wiener Musikverein, der Liederhalle Stuttgart. Zusammen mit dem Pianisten Michael Lakner spielte sie zwei von der Fachpresse hochgelobte CDs ein, das Marienleben von Paul Hindemith (erschienen 2014) und «Verlangen» mit Liedern von Strauss, Berg und Schönberg (erschienen 2016).

Von 2001 bis 2009 gehörte sie dem Opernensemble des Theater Basel an und war seither wiederholt in grossen Partien am Theater Basel zu Gast, so z.B. als Susanna in «Le nozze di Figaro», in der Titelpartie von Cavallis «La Calisto», als Asteria in Glucks «Telemaco» in Koproduktion mit den Schwetzinger SWR Festspielen, als Ginevra in Händels «Ariodante», als Manon in Massenets gleichnamiger Oper, sowie als Antonia in «Les contes d’Hoffmann». Ende 2009 verkörperte sie die Mimì in der erfolgreichen Live-Produktion «La Bohème im Hochhaus» des Schweizer Fernsehen DRS und ARTE.

 

Simon Bucher – Festival frauenkomponiert 2018

Der Schweizer Pianist Simon Bucher ist ein international gefragter Solist, Improvisator, Kammermusiker und Liedbegleiter. Engagements führten ihn an das Centre Pompidou Paris, Tonhalle Zürich, MoMA New York, und an Musikfestivals wie dem Klavierfestival Ruhr, Carinthischer Sommer, Murten Classics und GAIA Musikfestival. Sein Klavierspiel findet bei Presse und Publikum grossen Anklang.

«Simon Bucher wusste immer wieder impressionistische Stimmungen zu zaubern.» (NZZ)

«The drive of pianist Simon Bucher, along with his sensitivity as an accompanist are integral to the performance’s success.» (Gramophone)

Nach Studien an der Hochschule der Künste Bern bei Erika Radermacher und Tomasz Herbut vervollständigte Simon Bucher seine Ausbildung bei Irwin Gage an der HMT Zurich. Prägende Impulse erhielt er zudem an Meisterkursen bei Ruben Lifschitz, Dalton Baldwin, Zakhar Bron, Klaus Hellwig, Béla Síki und Irene Schweizer. Der mehrfache Preisträger (10. Internationaler Johannes Brahms-Wettbewerb, Schweizerischer Tonkünstlerverein, Migros-Kulturprozent/Ernst-Göhner-Stiftung) ist Lied-Partner von Maya Boog, Rachel Harnisch, Sibylla Rubens, Robin Adams, Daniel Johannsen, Rudolf Rosen und Dominik Wörner. Als Solist arbeitet er mit Dirigenten wie Daniel Klajner, Tonu Kaljuste, Michael Sanderling und Kaspar Zehnder. Neben seinen klassischen Tätigkeiten widmet sich Bucher leidenschaftlich dem Jazz, spielt improvisierte Solorezitale und ist Pianist und Mitbegründer des Duos «Petting goes Classic».

 

Olivier Darbellay – frauenkomponiert 2016: Solo Horn

Olivier Darbellay (*1974) wuchs in einer Musikerfamilie auf. Er studierte zunächst an der Musikhochschule seiner Heimatstadt Cello bei Patrick Demenga und Peter Hörr und schloss zeitgleich Hornstudien bei Thomas Müller in Bern und Basel sowie bei Bruno Schneider in Freiburg im Breisgau mit Auszeichnung ab. Seit dem Gewinn der Tribune des Jeunes Interprètes 2000 in Lissabon sowie dem Titel als “Soliste de l’an 2000” der frankophonen Radiounion stehen ihm die Türen zu den wichtigen Podien und Festivals in Europa, Nordamerika und Asien offen, an welchen er sowohl als Solist wie auch als Kammermusikpartner namhafter Musikerpersönlichkeiten auftritt.

Seine besonderen Interessen gelten sowohl der historischen Aufführungspraxis auf originalen Instrumenten wie auch dem zeitgenössischen Repertoire – dabei liegt ihm die Zusammenarbeit mit Komponisten wie Holliger, Pauset, Gubler und Darbellay, die alle für ihn geschrieben haben, sehr am Herzen. Ergänzend zu seiner Rolle als Interpret hat er in den letzten Jahren eine intensive und wertvolle Tätigkeit als Dozent an den Hochschulen in Luzern und Lausanne aufgenommen.

 

Alma Deutscher – Komponistin & Solo-Violinistin, Festival frauenkomponiert 2018

Die britische Komponistin, Pianistin und Violinistin Alma Deutscher (*2005) kannte bereits im Alter von zwei Jahren die Bedeutung der Tasten auf dem Klavier. Sie schrieb ihre erste Klaviersonate im Alter von 6 Jahren und ihre erste Oper, «The Sweeper of Dreams», mit 7 Jahren.

Ihr Violinkonzert, das sie als Solistin mit der nordspanischen Oviedo Filarmonía uraufführte, und dann auch mit dem Israel Philharmonic Orchestra spielte, komponierte sie im Alter von 9 Jahren. 2012 reichte sie ihre Oper The Sweeper of Dreams bei der English National Opera in London zu einem Wettbewerb ein, das Werk verpasste aber den Finaleinzug. Dennoch wurde es in Israel im August 2012 uraufgeführt. Die Uraufführung der zweiten Oper, Aschenputtel, fand ebenfalls in Israel im Jahre 2015 statt.

Seit 2010 ist Alma Schülerin für Partimentieren und Improvisieren von Tobias Cramm (Basel). Alma Deutschers Talent als Musikerin wurde verschiedentlich gewürdigt, unter anderem von den Dirigenten Simon Rattle und Zubin Mehta und der Geigerin Anne-Sophie Mutter. Seit 2015 betreut Martin Campbell-White als Mentor Alma Deutscher. Er hatte u.a. schon Sir Simon Rattle entdeckt und gefördert.
www.almadeutscher.com.

 

Barbara Doll – frauenkomponiert 2015: Solo Violine; Festival frauenkomponiert 2018 mit dem ARIA Quartett

„Das Zusammentreffen mit der Kunst von Barbara Doll war für mich einer der glücklichsten Momente meines Lebens. Ihr Spiel ist von brillanter schöpferischer Souveränität und suggestiver Kraft.“ -Sofia Gubaidulina

Barbara Doll, gebürtig aus München, ist eine vielseitige Musikerin, deren Spiel sich durch Persönlichkeit und Charakter auszeichnet. Ihre intensive Beschäftigung mit historischer Aufführungspraxis fliesst in ihre Interpretationen auch auf modernem Instrument ein. Sie überzeugt in ihrer Authentizität und Spontaneität, als Kammermusikerin wie als Solistin tritt sie international auf. Seit 2014 ist sie Professorin für Violine an der Hochschule für Musik Basel, nachdem sie seit 2004 eine Professur an der Hochschule der Künste Bern innehatte.

Ihre Lehrer waren Ana Chumachenco, Thomas Zehetmair, Thomas Brandis und David Takeno. Wichtige Einflüsse erhielt sie auch durch Meisterkurse bei Sandor Végh und György Kurtág. Sie konzertierte solistisch in Sälen wie der Wigmore Hall und dem Barbican, London, dem Kammermusikaal der Philharmonie in Berlin und dem Auditorio Nacional in Madrid., so u.a. mit dem English Chamber Orchestra und dem European Union Chamber Orchestra.

Als Preisträgerin des Internationalen Schubertwettbewerbs Graz und des Kuhmo International Duo Competition, Finnland, hat sie zahlreiche CD-, Rundfunk- und Fernsehaufnahmen gemacht. Als Geigerin und ebenso leidenschaftliche Bratscherin ist sie Gast auf zahlreichen Kammermusikfestivals wie dem Schleswig Holstein Festival, dem Ravinia Festival USA und Steven Isserlis’ Open Chamber Music Festival in Cornwall. Sie war Partnerin von Künstlern wie Miriam Fried, Homero Francesch, Heinz Holliger, Patricia Pagny, Silke Avenhaus, Cristina Marton, Adrian Oetiker, Filippo Gamba, Christopher Hinterhuber, Nicolas Altstaedt, Natalie Clein, Dieter Flury und Dimitri Ashkenazy.

Seit 2014 ist Barbara Doll Mitglied des ARIA Quartett.

Barbara Doll war Gastkonzertmeisterin des English Chamber Orchestra, des Stuttgarter, Zürcher und Münchner Kammerorchesters, der Kammerphilharmonie Amadé, der Kammerakademie Neuss, der Camerata Salzburg , des Kammerorchester Basel und des Ensemble Resonanz Hamburg. Größtenteils leitete sie diese Kammerorchester auch vom Konzertmeisterpult aus. Wichtige Impulse gab ihr die langjährige Tätigkeit im Chamber Orchestra of Europe, oft unter Claudio Abbado und Nikolaus Harnoncourt.

Barbara Doll ist eine gefragte Pädagogin, sie gibt international Meisterkurse für Violine und Kammermusik, auch als Dozentin bei Villa Musica, Mainz. Als Jurorin wird sie zu nationalen wie internationalen Wettbewerben eingeladen. Sie ist Präsidentin der European String Teachers’ Association, Schweiz und engagiert sich in der Talentförderung.

 

Susanne Doll – Festival frauenkomponiert 2018

Susanne Doll wurde 1956 in München geboren und studierte an der dortigen Staatlichen Musikhochschule Orgel, Cembalo, Klavier, Chorleitung, Orchesterleitung und Komposition. Sie ist Cembalistin verschiedener Kammerorchester, Orgeldozentin und Kirchenmusikerin. Seit 1991 ist sie Titular-Organistin an der Leonhardskirche und an der Pauluskirche in Basel, und als solche bestens bekannt als künstlerische Leiterin des «Orgelspiel zum Feierabend», einer international besetzten, wöchentlich stattfindenden Reihe von Orgelrezitalen. Als Schwerpunkte ihrer Arbeit nennt Susanne Doll die Arbeit mit Laien, das Komponieren für Orgel und Chor, sowie die Beschäftigung mit dem Orgelwerk von Bach, Dupré und Messiaen. Sie hat Werke verschiedenster Stilrichtungen für die Orgel bearbeitet: von Bach über Debussy bis zu Pink Floyd, Santana, Piazzolla, Gershwin, Dvorak, Grieg und Brubeck.
www.susannedoll.ch

 

Mariana Doughty – Festival frauenkomponiert 2018: Solo Viola

Mariana Doughty wurde in Cornwall geboren, spielte schon früh Geige und seit ihrem zwölften Lebensjahr Bratsche. Sie erhielt ihre Ausbildung an der Chethams School of Music in Manchester und erwarb einen Master of Arts am Jesus College Cambridge. Heute ist sie in Basel zu Hause und geniesst die Vielfalt zwischen zeitgenössischer und alter Musik sowie zwischen Orchester- und Kammermusik. Mit dem “Streiff Trio”, dem “3Gquartett” und dem “Ensemble van der Waals” trat sie an den wichtigsten Festivals auf. Mariana ist Solobratschistin des Basler Kammerorchesters, unterrichtet an der Musikakademie Basel und schwimmt täglich im Rhein. Ihre Aufnahmen sind bei en avant, MGB und streiffzug.com erhältlich.

 

Tomas Dratva – Festival frauenkomponiert 2018

Der Schweizer Pianist Tomas Dratva studierte Klavier in Basel, Luzern und London und gab schon während des Studiums sein Début mit dem Tonhalle Orchester Zürich. Seither konzertiert er als Solist und Kammermusiker regelmässig im In- und Ausland. Auftritte in Konzertreihen und Festivals in Lissabon, Buenos Aires, Dallas, San Francisco, London, Paris, Berlin, New York City, Prag, Bratislava, Budapest, Weimar, Bayreuth, Stockholm, Minsk, Krakau gehören ebenso dazu wie solistische Konzerte mit zahlreichen Orchestern (u.a. Luzerner Sinfonieorchester, Tonhalle Orchester Zürich, Argovia Philharmonic, Kammerorchester Basel, Slowakische Philharmonie Košice, Slowakisches Radiosinfonieorchester Bratislava, Slovak Sinfonietta).

Tomas Dratva publiziert regelmässig Aufnahmen. Zu seinen diskographischen Meilensteinen gehören die Ersteinspielung von wiederentdeckten Klavierkonzerten des Mozart-Zeitgenossen Leopold Koželuch, Liszt-Aufnahmen auf dem historischen Steinway-Flügel von Richard Wagner sowie seine neueste Publikation «Leoš Janáček – Piano Music». 2017 gründete Tomas Dratva PIANOVERSAL – ein Webportal und digitales Musiklabel für Klaviermusik.

 

Duo Diptychon: experimental JAZZ CLASSICAL CONTEMPORARY sounds
Nathalie Laesser Zweifel & Esther Flückiger –  Festival frauenkomponiert 2018

Nathalie Laesser Zweifel & Tomas Dratva: Ein Duo, welches die Brennpunkte und Reibungsflächen zwischen den stilistischen Sparten erforscht, neue Regeln und Freiheiten der Musik auslotet und den Genre-Grenzzaun weit steckt.

Duo Diptychon – mit zwei Flügeln lässt sich besser abheben. Die Konzentration auf von Frauen komponierte Musik ist keinesfalls von ideologischen Rastern geprägt, sondern dient ganz einfach dazu, einem wichtigen Aspekt innerhalb der Musikgeschichte die gebührende Bedeutung zu verleihen.

 

Ludovic van Hellemont – Festival frauenkomponiert 2018

Ludovic van Hellemont diplomierte im Fach Klavier am Koninklijk Conservatorium Brussel bei Jan Michiels und an der Hochschule für Musik Basel bei Claudio Martinez Mehner. Ein Grundstein seiner musikalischen Entwicklung war 2011 die Entdeckung der historischen Aufführungspraxis auf authentischen Instrumenten. Sie führte ihn an die Schola Cantorum Basiliensis, wo er unter der Leitung von Edoardo Torbianelli Fortepiano studierte und anfing zu improvisieren und zu komponieren. Zusätzliche Impulse erhielt er unter anderen von Andras Schiff, Ferenc Rados, Menahem Pressler, Alexei Lubimov und Kristian Bezuidenhout. Von Jugend auf gilt sein Engagement der Aufführung Neuer Musik. Er ist Mitgründer des belgischen Odysseia Ensembles und Kernmitglied der Basel Sinfonietta und des Ensemble Phoenix Basel. Seit 2016 leitet er eine Konzertreihe auf historischen Instrumenten im Städtischen Museum in Schopfheim. Ludovic van Hellemont unterrichtet eine Klavierklasse an der Alten Kantonsschule Aarau.

 

Jessica Horsley –  frauenkomponiert 2015, 2016, Festival frauenkomponiert 2018: Dirigentin & Künstlerische Leiterin

Jessica Horsley dirigiert souverän und dank ihrer lesbaren Schlagtechnik und ihrem natürlichen Sinn für die stilistische Reinheit vermittelt sie auch die kleinsten Nuancen der Musik mit Leichtigkeit“ (Jiří Nĕmeček, Violine). Ihr hoch gelobtes Basler Debüt als Dirigentin fand März 2015 im Musiksaal des Stadtcasinos statt mit einem bahnbrechenden Programm mit von Komponistinnen geschriebenen Orchesterwerken des 19. und 20. Jahrhunderts. Das von ihr initiierte Basler Projekt, frauenkomponiert, hat inzwischen drei erfolgreiche Saisons inklusive im März 2018 ein fünftägiges Festival abgeschlossen. In der aktuellen Saison dirigiert sie das Kammerorchester Basel, les trombones de bâle, Schrödingers Synopsis und lanciert JessTalks, die Talkshow für Neue Musik. Als Dirigentin ist sie Spezialistin für Musik vom späten 19. bis zum 21. Jahrhundert.

2010 tauschte Jessica Horsley Bogen gegen Taktstock, um als Dirigentin zu debütieren. Nach anfänglichem Coaching bei Thüring Bräm, studierte sie bei Arturo Tamayo am Conservatorio della Svizzera Italiana (CH) und spezialisierte sich auf zeitgenössisches und modernes Repertoire mit Werken wie Pierre Boulez’ Le Marteau sans maître (1957) und Dérive (1984), Arnold Schönbergs Erwartung (1909) und The Key to Songs (1985) von Morton Subotnick. Sie erweiterte dann ihr Repertoire auf die grossen Stücke des 19. Jahrhunderts, gecoacht von u.a. Kirk Trevor (CZ/US), Tomáš Netopil (CZ/DE) und Sasha Mäkilä (FI), und erregte dabei vor allem Aufsehen als Brahms Interpretin. Sie hat mit Orchestern wie Plovdiv State Opera (BG) und der Bohuslav Martinů Philharmonic (CZ) sowie mit Ensembles wie St. Michel Strings (FI) und 900 (CH) gearbeitet, wie auch für das Schweizer Radio Rete Due.

Als Gambistin musizierte sie mit verschiedenen Ensembles für Alte Musik wie Ferrara (Crawford Young), Gilles Binchois (Dominique Vellard), Capella Muriensis, Capriccio Barockorchester, La Chapelle Ancienne, The Earle His Viols. Seit kurzem widmet sie sich als Spielerin vermehrt zeitgenössischer Musik und Kompositionsaufträgen. Sie ist mit Musikern wie Peter Rundel, Heinz Holliger, Rachid Safir und Walter Grimmer aufgetreten sowie den Ensembles Collegium Novum (Zürich) und dem Ensemble Modern (Frankfurt am Main). Als Spezialistin auf dem seltenen Baryton, ist sie gefragte Soloistin bei Klaus Hubers „…à l’âme de marcher sur ses pieds de soie…“. Zu aktuellen Aufträgen neuer Werke für Baryton gehören Stücke u.a. von Heidi Baader-Nobs, Thüring Bräm, Giorgio Colombo Taccani, Helena Winkelman und eine Neubearbeitung eines Werkes von Klaus Huber. Sie spielt ein Baryton vom Solothurner (CH) Geigenbauer Kuno Schaub.

Jessica Horsley promovierte in Tübingen im Dezember 2004 über den „Almanach des Blauen Reiters als Gesamtkunstwerk“ mit „magna cum laude“. Ihr gleich betiteltes Buch erschien im Jahre 2006 bei Peter Lang (Frankfurt/M.). Weitere Publikationen betreffen Bilder als historische Quellen bzw. Kulturgeschichte und dem Modernismus. Zusätzlich zu ihrer Muttersprache, Englisch, spricht sie fliessend Deutsch, Französisch und Italienisch, kann Russisch lesen und hat Grundkenntnisse des Chinesischen.
www.jessicahorsley.com

 

Kirsten Johnson – Festival frauenkomponiert 2018

Kirsten Johnson bezeichnet sich selber als Klavier-Entdeckerin. Ihre Reputation verdankt sie zahlreichen CD-Aufnahmen von unbekannter Musik, die meisten davon Welt-Ersteinspielungen. Dazu gehören Albanische Klaviermusik ebenso wie Werke von Heinrich Schulz-Beuthen, Herrmann Goetz, Dmitri Kabalevsky, die gesamte Klaviermusik von Arthur Foote (Label: Delos) und natürlich die Gesamtaufnahme der Klavierwerke von Amy Beach (bei Guild Records).

«Ich habe sechs Jahre lang die Klaviermusik von Amy Beach erforscht und aufgenommen. Dies bedeutete das Ausgraben von Manuskripten aus Bibliotheken in den ganzen Vereinigten Staaten. Amy Beach war eine fabelhafte Komponistin von Instrumental-, Gesangs- und Orchestermusik, ist aber noch ziemlich unbekannt ausserhalb der USA. Ihre Musik hat es verdient, viel öfter gehört zu werden.» (Kirsten Johnson)

 

Nathalie Laesser Zweifel – Festival frauenkomponiert 2018

Nathalie Laesser Zweifel (*1982) studierte klassisches Klavier bei Christian Favre (Lehrdiplom) und Hiroko Sakagami (Master of Performance) und Jazz-Klavier und Komposition bei Thierry Lang. Wichtige musikalische Impulse erhielt sie in Rio de Janeiro beim Pianisten Leandra Braga für Bossa Nova und Samba. Sie verfolgt eine rege internationale Konzerttätigkeit und wurde 2015 mit dem Werkpreis des Aargauer Kuratoriums ausgezeichnet. Ihre Vorliebe für unkonventionelle Instrumentenkombinationen und Programme ist ein Markenzeichen. Projekte als Komponistin, Cross-over Pianistin und in Multimedia Performances zeigen Ihre vielseitigen Interessen und Begabungen.
www.nathalielaesser.ch

 

MUSICA FIORITA – Festival frauenkomponiert 2018

Das polyglotte Schweizer Barockensemble MUSICA FIORITA (Ltg. Daniela Dolci) widmet sich der Erforschung und Aufführung weitgehend unbekannter Musik der Barockzeit. Um dieses kulturelle Erbe dem heutigen Publikum ansprechend zu vermitteln, entwickelt es immer wieder neue, kreative Projekte, oft im Austausch mit anderen Kulturen oder künstlerischen Disziplinen wie Tanz, Literatur und Modedesign.

«frauenkomponiert ist eine tolle Initiative, die wir mit unserer langjährigen Erfahrung auf dem Gebiet barocker Komponistinnen unterstützen möchten. Unser Ziel ist es, ihre Werke im Konzertrepertoire zu etablieren.» (MUSICA FIORITA)

 

Jiří Nĕmeček – frauenkomponiert 2015, 2016, Festival frauenkomponiert 2018: Konzertmeister L’anima giusta

Jiří Nĕmeček (*1976) wurde in der Tschechischen Republik geboren. Er absolvierte ein Violinstudium am Konservatorium in Brünn und an der Musikakademie in Prag. Weitere Studien mit dem Schwerpunkt Kammermusik führten ihn nach Madrid und Basel. Die intensive Arbeit mit Rainer Schmidt und Walter Levin, sowie später die Begegnungen mit Ferenc Rados und Eberhard Feltz haben sein musikalisches Empfinden stark beeinflusst. Seine 15-jährige Tätigkeit als Primarius im “Bennewitz Quartett” (1998-2013) hat ihn auf viele internationale Bühnen und Musikfestivals geführt und wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Seit 2011 lebt Jiří Nĕmeček in Basel. Er tritt regelmässig mit dem “Sonos Ensemble” und als Gastkonzertmeister mit dem Collegium Musicum, dem Kammerorchester Basel und dem Stuttgarter Kammerorchester auf. Er spielt verschiedene Kammermusikprojekte und unterrichtet Violine und Kammermusik an der Alten Kantonschule Aarau und an der Hochschule für Musik Basel.

 

Jiří Němeček & Ludovic van Hellemont – Festival frauenkomponiert 2018

«Der Anspruch, dem Werk möglichst nahezukommen, die Partitur möglichst präzise zu «übersetzen» und mit der eigenen Musikalität im Einklang zu bringen, steht ganz im Vordergrund unserer Zusammenarbeit. Wir unterstützen das Projekt frauenkomponiert gerne. Qualitätsvolle Musik weiblicher Komponisten sollte öfter aufgeführt werden. Wir glauben fest daran, dass im Endeffekt nicht das Geschlecht des Autors im Vordergrund stehen soll, sondern die Qualität der Musik selbst.»

 

Adrian Oetiker – Festival frauenkomponiert 2018

Der Schweizer Pianist Adrian Oetiker verfolgt seit vielen Jahren eine weltweite Karriere. Er ist erfolgreich als Solist und Kammermusiker, gleichzeitig ist er ein gefragter Pädagoge. Die Presse attestiert ihm «federleichte Anschläge», «makelloses, reich differenziertes Jeu perlé», «genau durchdachtes Anschlagsspiel», aber auch «eruptive reine Energie», «Kraft und Zielstrebigkeit» sowie die «Fertigkeit, luzide wie brillante Atmosphäre zu zaubern». Er spielt regelmässig im Klavierduo mit seiner Frau Paola De Piante Vicin und ist Pianist im Feininger Trio der Berliner Philharmoniker. Zu seinen Kammermusikpartnern zählen Homero Francesch, Eduard Brunner, Mario Hossen, Wen-Sinn Yang und viele andere befreundete Musiker. Mehrere Ballettproduktionen am Opernhaus Zürich, an der Semperoper Dresden sowie an der Bayrischen Staatsoper, insbesondere in Zusammenarbeit mit dem Choreografen Christian Spuck, runden seine vielfältigen Tätigkeiten ab.

Er ist künstlerischer Leiter der traditionsreichen Internationalen Sommerakademie Ettal und seit 1996 Professor für Klavier an der Hochschule für Musik Basel. 2011 folgte er einem Ruf an die Hochschule für Musik und Theater in München.

 

Adelina Oprean – frauenkomponiert 2016: Solo Violine

Adelina Oprean wurde in Deva (Rumänien) geboren. Sie studierte an der Musikhochschule Bukarest bei Stefan Gheorghiu, in Gstaad bei Alberto Lysy und Yehudi Menuhin sowie am Salzburger Mozarteum bei Sándor Végh.

Internationale Preise gewann sie beim Bach-Wettbewerb in Leipzig, bei den Kammermusik-Wettbewerben Belgrad, Colmar und Genf, in Eisenstadt (Joachim-Wettbewerb) und London (1. Preis Carl-Flesch-Wettbewerb). Von 1982 bis 1986 war Adelina Oprean Lehrbeauftragte an Menuhin-Musik-Akademie in Gstaad und Assistentin von Sándor Végh in Lenk. Seit 1985 hat sie eine Professur an der Musikhochschule Basel. Konzerttätigkeit in ganz Europa, USA, Südamerika und Asien. Rundfunk- Fernseh- und Schallplattenaufnahmen. Seit 1997 ist sie festes Mitglied des ARIA-Quartetts Basel, das zu den führenden Streichquartetten der Schweiz zählt.

 

Nicoleta Paraschivescu – Festival frauenkomponiert 2018

Nicoleta Paraschivescu unterrichtet Orgel an der Musik-Akademie Basel (AMS) und ist Organistin an der Theodorskirche in Basel. Sie ist Preisträgerin 2016 der hibou-Stiftung und promovierte 2015 an der Universität Leiden (NL). Zudem ist sie Preisträgerin des internationalen Wettbewerbes Prix Joseph Bossard 2010 (Bellelay). Orgel studierte sie an der Musikhochschule Gheorghe Dima in Cluj-Napoca (Klausenburg). Danach erweiterte sie ihre Ausbildung an der Schola Cantorum Basiliensis bei Jean-Claude Zehnder und Andrea Marcon. An der Musikhochschule in Stuttgart schloss sie ein künstlerisches Aufbaustudium bei Prof. Jon Laukvik erfolgreich ab. Weitere wegweisende musikalische Impulse erhielt sie von Enrico Baiano in Neapel. Sie ist zudem Leiterin des Ensembles La Floridiana, mit dem sie für das Label SONY aufgenommen hat. Weitere CD-Aufnahmen für audite, Guild und Gallo folgten. Konzerte führten sie in verschiedene Länder Europas und an renommierte Festivals. Verschiedene Publikationen und Masterclasses zum Thema «Partimenti».
www.nicoletaparaschivescu.com

 

Olga Machonova Pavlu – frauenkomponiert 2016: Sopransolo

Olga Machonova Pavlu wurde in Prag geboren und lebt heute in Riehen. Ihr breitgefächertes Musikstudium (Klavier, Komposition, Dirigieren, Chorleitung und Gesang) hat sie in der Tschechischen Republik (Prag, Konservatorium) sowie in der Schweiz (Basel/Zürich, Musikhochschule) absolviert. Sie absolvierte ihr Dirigierstudium bei Manfred Honeck, Ralf Weikert und Horst Stein, Theorie lernte sie bei Rudolf Kelterborn, Gesang bei Maria Sandulescu, Denis Hall und KS Gundula Janowitz.

Heute ist Olga Machonova Pavlu als Dirigentin und Sängerin tätig. Als Dirigentin arbeitete sie bis jetzt im Bereich Oper an der Staatsoper Prag, im Ständetheater Prag, im Nationaltheater Brünn/Brno, am Opernstudio Zürich, im Bereich Konzert mit den Sinfonieorchestern Staatsphilharmonie Brno, Prager Kammerphilharmonie, Filharmonie B. Martinů, Radiosinfonieorchester des SWR Stuttgart, Sinfonieorchester Basel, Concertino Basel und Sinfonietta Basel. Als Mezzosopranistin tritt sie als Konzertsängerin im In- und Ausland auf.

Sie hat mehrere Preise erhalten, u.a. The Sue Wiliiams’ Memorial Bursary, England und den Preis des Schweizerischen Tonkünstlervereins für Dirigieren. Sie war Finalistin im Internationalen Dirigentenwettbewerb in Besançon und arbeitet regelmässig mit dem Festival “Musikfesttage B. Martinů” sowie dem Schweizer Radio SRF 2 zusammen. 2006 wurde ihr von der tschechischen Regierung sowie der Karls-Universität in Prag ein Kulturpreis Preis verliehen.

 

Stefka Perifanova – frauenkomponiert 2016: Solo Klavier

Stefka Perifanova studierte an der Musikakademie Sofia bei Prof. Konstantin und Julia Ganev (Schüler von Heinrich Neuhaus) und war nach Abschluss ihrer Studien vier Jahre als deren Assistentin tätig. Im Jahre 1993 erhielt sie das Stipendium “Cyrillus und Methodius” (das wichtigste bulgarische Stipendium), das ihr weitere Studien bei Rudolf Buchbinder, Gérard Wyss (Kammermusik und Liedbegleitung) und Bruno Canino in der Schweiz ermöglichte.

Stefka Perifanova ist Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe. So erhlielt sie u.a. den Edward-Tchumi-Preis für das beste Solistendiplom des Jahres und war Erstpreisträgerin des Concurso Internacional de Musica da Ciudade do Porto. Als Solistin ist sie international unterwegs. Sie ist eine begehrte Kammermusikpartnerin namhafter Solisten wie Sol Gabetta, Raphael Oleg und Hansheinz Schneeberger und tritt in auch grösseren Formationen sowie als Liedbegleiterin auf. Zudem war sie Assistentin bei Meisterkursen u.a. mit Janos Starker, Igor Oistrach, Menahem Pressler und Bernard Greenhouse. Seit 2005 ist sie Mitglied des Ensembles Camerata Variabile Basel und Mitgründerin des Klaviertrios Absolut Trio. Das Debüt des “Absolut Trio” in der Wigmore Hall und in der Tonhalle Zürich im Jahr 2007 wurde von den Fachzeitschriften in den höchsten Tönen gelobt. 2008 erschien die erste CD des “Absolut Trio” bei Guild, die direkt mit dem “Pizzicato Supersonic Award” ausgezeichnet wurde. Sie hat auch reiche Erfahrung als Jurorin und ist eine gefragte Pädagogin für Meisterklassen. Seit 1999 ist sie Dozentin an der Zürcher Hochschule der Künste und seit Herbst 2011 an der Musikakademie Basel.

 

Isabelle Schnöller – frauenkomponiert 2015: Solo Flöte

Seit 1995 ist Isabelle Schnöller Solo-Flötistin im Kammerorchester Basel – damals hiess das Orchester noch Kammerorchester Serenata. Hier arbeitet sie mit namhaften Dirigenten wie Trevor Pinnock, Giovanni Antonini, Mario Venzago, Umberto Benedetti-Michelangeli, Jérémie Rhorer, Sir Christopher Hogwood zusammen und die Konzertreisen führen sie ausserhalb von Basel immer wieder in die grossen Musiksäle der wichtigen Metropolen, wie z.B. den Wiener Musikverein, das Concertgebouw Amsterdam, das Teatro Colon in Buenos Aires, die Berliner Philharmonie oder das KKL in Luzern. Seit einigen Jahren spielt sie auch die Traversflöte in den Barockprojekten. Ausserdem ist sie Mitglied der Camerata Variabile Basel, die in Basel, Zürich und Schaffhausen eine feste Konzertreihe führt, des Arion Bläserquintetts, das regelmässig in Basel bei den BOG Altstadt-Serenaden zu hören ist, des Ensembles Amaltea, und sie spielt als Solo-Flötistin im Gstaad Festival Orchester.

Isabelle Schnöller studierte in ihrer Heimatstadt Basel bei Kiyoshi Kasai und an der Musikhochschule Freiburg i.Br. bei Prof. Robert Aitken. 1993 erlangte sie das Solistendiplom mit Auszeichnung und ergänzte danach ihr Studium als Stipendiatin am Banff Centre for Fine Arts Canada. Nach zahlreichen Preisen und Stipendien in der Schweiz gewann sie 1992 den Internationalen Musikwettbewerb der Jeunesses Musicales in Belgrad und wurde 1993 am UBS-Wettbewerb zur Förderung junger Musiker mit einem ersten Preis ausgezeichnet

Ihr besonders warmer und ausdrucksvoller Ton bewegte mehrere Komponisten, Werke für sie zu schreiben, so u.a. Stéphane Bortoli, Massimo Botter, Bernfried Pröve, David Philip Hefti und Helena Winkelman. Das ihr gewidmete Flötenkonzert von Robert Aikten stellte sie auf einer ausgedehnten Schweizer Tournee einem breiten Publikum vor und spielte es auch mit dem Esprit Orchestra in Toronto. Solo- und Kammermusikkonzerte führten sie in zahlreiche Länder Europas, nach Nordamerika und Aserbaidschan, und sie war Gast an Festivals wie den Berliner Festwochen, dem Tibor Varga Festival in Sion, dem New Music Festival in Toronto, dem Mozartfest in Würzburg oder dem Kammermusikfestival in Båstad.

Als Solistin trat sie mit Orchestern wie dem Orchestra della Svizzera Italiana, dem Belgrade Philharmonic Orchestra, den London Soloists, den Virtuosi Pragensis, dem Sinfonie Orchester Pilsen, dem Orchestre de Chambre de Genève und dem Kammerorchester Basel auf. Ihr Solo-Projekt im vergangenen Jahr mit drei Uraufführungen von Schweizer KomponistInnen und weiteren Klassikern der modernen Flötenliteratur wurde von Radio SRF 2 aufgenommen. Höhepunkte der laufenden Saison 2014/2015 sind Auftritte mit Sol Gabetta am Solsbergfestival und Konzerte mit dem Pianisten Werner Bärtschi.

Ihre Solo-CDs erschienen bei „Jecklin“, „Ars Musici“, „derecha“, „col legno“ und der „edition zeitklang“; letztere präsentiert zahlreiche Werke zeitgenössischer Komponisten, die für Isabelle Schnöller geschrieben und ihr gewidmet sind. Die meisten Aufnahmen mit dem Kammerorchester Basel sind bei SONY erschienen und eine davon wurde mit einem ECHO Klassik ausgezeichnet.

 

Marcus Schwarz – Festival frauenkomponiert 2018

Seit seinem Debut 1989 widmet sich der Pianist Marcus Schwarz dem amerikanischen Ragtime und begeistert mit seinen Konzerten das deutsche Publikum wieder für diesen fast vergessenen Musikstil. Mit seinen Ragtime-Interpretationen wurde er 2005 und 2006 sogar nach St. Petersburg (Russland) eingeladen. 2008 brachte er mit der kammeroper kassel e.V. Scott Joplins legendäre Oper «Treemonisha» zur Aufführung. 2009 entstand in Zusammenarbeit mit der Schauspielerin Sabine Wackernagel ein Programm, das sich den Komponistinnen des Ragtime widmete. 2016 präsentierte Marcus Schwarz ein gemeinsames Ragtime-Programm mit dem argentinischen Charango-Virtuosen Diego Jascalevich. Bei Antes Edition erschien 2014 seine CD «Ragtime Beauties» mit Musik von Scott Joplin, Joseph F. Lamb, James Scott und anderen Ragtime-Komponisten: «… extremely satisfying from the first note to the very last. Marcus Schwarz represents Germany very well as an interpreter of ragtime.» (Jack Rummel, Ragtime Reviews, April 2015).

Marcus Schwarz wurde in Dinkelsbühl/Franken geboren. Nach ersten prägenden pianistischen Eindrücken durch den Klavierunterricht bei Ruskin K. Cooper (dem er die Liebe zum Ragtime verdankt) und Detlev Eisinger sowie musiktheoretischen Studien am Dr. Hoch’schen Konservatorium Frankfurt/Main studierte er Klavier an der Musikakademie der Stadt Kassel bei Nikolaj Posnjakow, Joachim Kirschner und Iwan Urwalow. Seine pianistische Ausbildung ergänzte er auf Meisterkursen und Interpretationsseminaren, unter anderem bei Carmen Daniela und Rudolf Kratzert. Seit 1995 unterrichtet er an der Musikschule Baunatal.