Komponistinnen

Isabelle Aboulker

Festival frauenkomponiert 2018 – La jeune veuve; La chatte métamorphosée en femme; La cigale et la fourmi

Parallel zum Kompositions- und Klavierstudium am Pariser Konservatorium komponierte Isabelle Aboulker (*1938) für Theater-, Kino- und Fernsehproduktionen. Als Begleitpianistin und Gesangsprofessorin konzentriert sich ihr kompositorisches Schaffen ab 1981 auf die Stimme und Oper. Aboulkers Aufmerksamkeit für die Prosodie deutet auf ihre Wurzeln in der französischen Liedtradition hin.

 

Fabienne Ambühl

Festival frauenkomponiert 2018 – Sea Son

Fabienne Ambühl wurde in Hünenberg bei Zug geboren und absolvierte ihr Klavierstudium an der Hochschule Luzern. Sie studierte bei Hans Feigenwinter und Chris Wiesendanger und erlangte im Jahr 2010 den «Master of Arts in Music Performance Jazz». Im Nebenfach Gesang studierte sie bei Lauren Newton, Walter Meier und Bruno Amstad. 2014 erwarb sie den «Master of Arts in Music Piano Pedagogy». Im selben Jahr ging sie für vier Monate nach London, wo sie sich in Komposition und Konnakol u.a. bei Gwilym Simcock und Asaf Sirkis weiterbildete. Anfang März 2015 erschien mit ihr als Leaderin des Fabienne Ambühl Trios das Album «GLITTERWOODS» (Traumton Records Berlin).

 

May Aufderheide

Festival frauenkomponiert 2018 – Richmond Rag (1909); Novelty Rag (1911); A Totally Different Rag (1910); Dusty Rag (1908)

May Frances Aufderheide (1888–1972) gilt heute als die bekannteste und auch bedeutendste Ragtime-Komponistin. Ihre Ragtime-Kompositionen zeichnen sich durch melodischen Einfallsreichtum, eine mitreissende rhythmische Gestaltung und Witz sowie gelegentlich auch eine melancholische Stimmung aus. Neben Ragtimes schrieb sie auch Lieder, Märsche und Walzer.

May Aufderheide wuchs in einer musikalischen Familie in Indianapolis (Indiana) auf. Bei ihrer Tante Mary Kolmer erhielt sie eine klassische Klavierausbildung, begeisterte sich aber schon bald für die populäre Musik und vor allem den Ragtime. Im Jahre 1908 wurde ihre erste Ragtime-Komposition «Dusty» veröffentlicht. Nach einer grossen Europareise heiratete sie den jungen Architekten Thomas M. Kaufmann und liess sich mit ihm in Richmond (Indiana) nieder. Die steigenden Verkaufszahlen von «Dusty» ermutigten May Aufderheide zur Komposition weiterer Stücke und ihren Vater, John Aufderheide, zur Gründung eines eigenen Musikverlages, in dem die Werke seiner Tochter und anderer Ragtime-Komponistinnen wie etwa von Julia Lee Niebergall erscheinen sollten. 1909 erschien «The Thriller», das bekannteste und erfolgreichste Werk von May Aufderheide, das schliesslich sogar zu den wenigen Ragtime-Stücken gehörte, die auch nach dem Ende der Ragtime-Ära von vielen Jazz-Bands in den verschiedensten Arrangements weitergespielt wurden. 1911 kehrten May und ihr Ehemann sowie ihre Adoptivtochter Lucy nach Indianapolis zurück. 1912 erschien das letzte Werk von May Aufderheide im Druck. Danach entstanden keine weiteren Kompostionen mehr. Die Ehe mit Thomas Kaufmann verlief äusserst konfliktreich, und unter dieser Belastung gab sie in den 30er-Jahren sogar ihr Klavierspiel auf. 1947 übersiedelte die Familie nach Kalifornien. In den letzten Jahren ihres Lebens war May Aufderheide infolge von Arthritis und mehreren Schlaganfällen an den Rollstuhl gefesselt. Sie starb 1972 in Pasadena.

 

Heidi Baader-Nobs

Festival frauenkomponiert 2018 – Evasion (2017)

Heidi Nobs (*1940) wurde an der Ecole Normale in Delémont zur Lehrerin ausgebildet, dabei erhielt sie ihren ersten Klavier- und Geigenunterricht. Anschliessend begann sie ein berufsbegleitendes Geigenstudium an der Musik-Akademie Basel bei Rodolfo Felicani. Wegen einer chronischen Entzündung des rechten Arms musste sie das Geigenspiel aufgeben, daher konzentrierte sie sich auf das Kompositionsstudium bei Robert Suter und Jacques Wildberger.
Nach der Heirat mit Claudius Baader und der Geburt ihrer Kinder Manon (1971), Manuel (1973) und Sébastien (1978) reduzierte sie ihre kompositorische Tätigkeit schrittweise, um sich ganz der Familie zu widmen: «Die Kinder sind meine besten Werke.»
Nach einem mehrjährigen Unterbruch gibt sie 1980 dem hartnäckigen Drängen ihrer Freunde nach und beginnt wieder zu komponieren. Mehrere Werke entstehen auf Wunsch von Interpreten. Sie distanziert sich vom seriellen System und entwickelt eine sehr persönliche Musiksprache. Ihre Werke werden vor allem durch die graphische Form bestimmt, es sind akustische Verwirklichungen graphischer Vorstellungen.
www.baadernobs.ch

 

Anita Baker

Festival frauenkomponiert 2018 – Sweet Love

Anita Baker (*1958) begann ihre Laufbahn als Jazz- und Soul-Sängerin in einem Gospelchor. 1983 veröffentlichte sie ihr erstes Soloalbum, der Durchbruch gelang ihr aber erst vier Jahre später, als sie mit «Rapture» einen Grammy Award gewann. In der Folge wurde sie mehrmals mit Preisen ausgezeichnet. Der Einfluss ihrer frühen Vorbilder Ella Fitzgerald, Sarah Vaughan und Nancy Wilson ist in ihrem Gesangsstil bis heute hörbar.

 

Amy Beach

Festival frauenkomponiert 2018 – Symphonie für grosses Orchester e-Moll, op. 32 “Gaelic” (1896)

Fantasia fugata, op. 87

Serenade (transcription of R. Strauss’ Ständchen)

Barcarolle, op. 28, no. 1

From Grandmother’s Garden, op. 97
No. 3 Mignonette
No. 5 Honeysuckle

Les Rêves de Colombine, op. 65, no. 1:
La Fée de la fontaine

Scottish Legend, op. 54, no. 1

A Cradle Song of the Lonely Mother, op. 108

Three Pianoforte Pieces, op. 128
No. 1 Scherzino: A Peterborough Chipmunk
No. 2 Young Birches
No. 3 A Humming-bird

A Hermit Thrush at Eve, op. 92. No. 1

Improvisations, op. 148
No. 1 Lento, molto tranquillo
No. 2 Allegretto grazioso e capriccioso

Bal masque, op. 22

Die Pianistin und Komponistin Amy Beach (1867–1944), geb. Cheney, war die erste amerikanische Komponistin, die grossangelegte Orchesterwerke schrieb, und erlangte in ihrer Zeit in den USA und in Europa Berühmtheit. Bereits als einjähriges Kind konnte sie 40 verschiedene Melodien singen. Ein Jahr später begann sie, die zweite Stimme zu improvisieren, und brachte sich selbst mit drei Jahren das Lesen bei. Mit vier Jahren trug sie einmal ein Klavierstück aus dem Gedächtnis vor, aber einen Halbton höher, weil das Klavier verstimmt war und sie den Originalklang wollte. Trotz solcher Fähigkeiten erlaubten ihre Eltern ihr nicht, eine Karriere als professionelle Musikerin einzuschlagen.

Mit 18 Jahren heiratete sie den 25 Jahre älteren Henry Harris Aubrey Beach und akzeptierte mit etwas Widerstand, nur noch einmal im Jahr als Pianistin aufzutreten. Als Hausfrau durfte sie zwar weiter komponieren, und ihr Mann erlaubte es auch, dass sie Werke veröffentlichte – unter ihrem neuen, d.h. seinem Namen. Kompositionsunterricht durfte sie allerdings nicht nehmen, weshalb sie sich die ganze Instrumentationslehre anhand von Berlioz’ Standardwerk selber beibrachte. An der Weltausstellung in Chicago im Jahr 1893 war Amy Beach die musikalische Vertreterin der USA. So wurde sie in Musikerkreisen und unter Frauenrechtlerinnen bekannt.

1910 starb ihr Mann. Amy Beach tourte danach 3 Jahre durch Europa, wo sie Konzerte mit eigenen Klavierwerken gab. Im Jahre 1914 kehrte sie in die USA zurück und verbrachte einige Zeit in Peterborough, New Hampshire, bevor sie in den 1920er-Jahren nach New York übersiedelte. Sie starb 1944.

 

Antonia Padoani Bembo

Festival frauenkomponiert 2018 – «Mormorate o fiumicelli», Arie aus der Oper «L’Ercole amante» für Sopran, 2 Violinen und B.c.

Antonia Padoani Bembo (1640–1720) war in zwei verschiedenen Städten und Musikkulturen verwurzelt – in Venedig als etablierte Sängerin und Schülerin von Francesco Cavalli und in Paris als von Ludwig XIV. geschätzte und durch lebenslange Pension unterstützte Sängerin und Komponistin. Dies erklärt ihre gleichermassen tiefe Vertrautheit mit dem italienischen und dem französischen Geschmack.

 

Mel Bonis

Festival frauenkomponiert 2018 – Preghiera; Toccata

Es scheint unverständlich, dass die Werke von Mel Bonis (1858–1937) in Vergessenheit geraten sind: sie gehören zu den wichtigsten Kammermusikkompositionen der französischen Postromantik. Gefördert durch César Franck, wurde Bonis 1877 am Pariser Conservatoire Supérieur aufgenommen und studierte dort erfolgreich, wie mehrere Preisauszeichnungen bezeugen, bis 1881. 1883 heiratete sie den Industriellen Albert Domange, brachte vier Kinder zur Welt, und erst als die Kinder herangewachsen waren, erhielt die Musik erneut Vorrang. Ihre wichtigsten Werke entstanden zwischen 1900 und 1914.

 

Caroline Charrière – Festival frauenkomponiert 2018

Die schweizerische Komponistin und Dirigentin Caroline Charrière (1960–2019) wurde in Freiburg im Üechtland geboren und studierte Querflöte, Komposition und später Dirigieren am Konservatorium von Lausanne. Im Jahre 2000 entschied sie, in ihrer Tätigkeit der Komposition den wichtigsten Platz einzuräumen.

 

Jeanne Demessieux

Festival frauenkomponiert 2018 – Aus Twelve Choral-Preludes on Gregorian ChantThemes; Hosanna filio David. Choral Fugue; Attende Domine. Choral Paraphrase; Vexilla regis. Prélude; Ubi caritas. Ricercare; In manus tuas. Litanie

Jeanne Demessieux (1921–1968) studierte zunächst in ihrer Heimatstadt Montpellier und wurde bereits im Alter von 12 Jahren Titularorganistin der Kirche Saint-Esprit in Paris. Ihre weitere Ausbildung erhielt sie bei Marcel Dupré. Neben einer ausgedehnten Konzerttätigkeit spielte Jeanne Demessieux auch zahlreiche Schallplatten ein, u.a. das gesamte Orgelwerk von César Franck. Dafür wurde sie 1960 mit dem Grand Prix du Disque ausgezeichnet. 1962 wurde sie zur Titularorganistin an der La Madeleine in Paris ernannt. Ihr kompositorisches Schaffen umfasst neben Orgel- und Klavierwerken auch Kammermusik, Lieder und Kompositionen für Chor und Orchester.

 

Alma Deutscher

Festival frauenkomponiert 2018 – Violinkonzert Nr. 1 (2014/2015)

Die britische Komponistin, Pianistin und Violinistin Alma Deutscher (*2005) kannte bereits im Alter von zwei Jahren die Bedeutung der Tasten auf dem Klavier. Sie schrieb ihre erste Klaviersonate im Alter von 6 Jahren und ihre erste Oper, «The Sweeper of Dreams», mit 7 Jahren.

Ihr Violinkonzert, das sie als Solistin mit der nordspanischen Oviedo Filarmonía uraufführte, und dann auch mit dem Israel Philharmonic Orchestra spielte, komponierte sie im Alter von 9 Jahren. 2012 reichte sie ihre Oper The Sweeper of Dreams bei der English National Opera in London zu einem Wettbewerb ein, das Werk verpasste aber den Finaleinzug. Dennoch wurde es in Israel im August 2012 uraufgeführt. Die Uraufführung der zweiten Oper, Aschenputtel, fand ebenfalls in Israel im Jahre 2015 statt.

Seit 2010 ist Alma Schülerin für Partimentieren und Improvisieren von Tobias Cramm (Basel). Alma Deutschers Talent als Musikerin wurde verschiedentlich gewürdigt, unter anderem von den Dirigenten Simon Rattle und Zubin Mehta und der Geigerin Anne-Sophie Mutter. Seit 2015 betreut Martin Campbell-White als Mentor Alma Deutscher. Er hatte u.a. schon Sir Simon Rattle entdeckt und gefördert.

www.almadeutscher.com

 

Susanne Doll – Festival frauenkomponiert 2018

Seit 1991 ist Susanne Doll (*1956) Titular-Organistin an St. Leonhard und der Pauluskirche sowie künstlerische Leiterin des «Orgelspiel zum Feierabend» in Basel. Ihre Schwerpunkte bilden Kompositionen für Orgel und Chor; Bearbeitungen für Orgel von Bach über Debussy bis zu Pink Floyd, Santana, Piazzolla, Gershwin, Dvorak, Grieg und Brubeck; Arbeit mit Laien; Orgelwerke von Bach, Dupré und Messiaen.
www.susannedoll.ch

 

Louise Farrenc
Festival frauenkomponiert 2018 –
Symphonie Nr. 3 g-Moll, op. 36 (1849); Sonate für Violine und Klavier Nr.1 in c-moll, op.37; Largo – Allegro; Poco Adagio; Allegro vivace

Die gebürtige Pariserin Jeanne Louise Dumont, später Louise Farrenc (1804-1875), war Komponistin, Pianistin und Musikwissenschaftlerin. Sie hatte das Glück, mit ihrem Mann Aristide Farrenc einen informellen und unterstützenden Musikverleger an ihrer Seite zu haben. Im Alter von 38 Jahren wurde sie an das Pariser Konservatorium berufen. Ihr Oeuvre hat ein beachtliches Volumen mit Symphonien, Ouvertüren, Vokalwerken, Chormusik, Soloklaviermusik und Kammermusik.

 

Esther Flückiger

Festival frauenkomponiert 2018 – Guarda i lumi (Fünf migrierende Klangbilder); Uraufführung (Jiří Němeček und Ludovic van Hellemont gewidmet); Desert in Mood; Ligetissimo

Esther Flückiger (*1959) Pianistin, Improvisatorin und Komponistin auch im multimedialen Bereich, schöpft aus einem reichen Fundament, das ihre Vertrautheit sowohl mit dem klassischen Repertoire wie auch mit den Jazz-Idiomen zeigt. Konzerte in Europa, den USA, Russland, Asien, Südamerika; zahlreiche CD-, TV- und Radioaufnahmen. Sie ist Gründerin (1994) und Präsidentin von Suonodonne Italia und war 2002–2008 europäische Vertreterin im Vorstand der International Alliance of Woman in Music, USA.

 

Irene Giblin

Festival frauenkomponiert 2018 – Sleepy Lou (1906)

Irene Giblin (1888–1974) lebte den grössten Teil ihres Lebens in St. Louis. Ihr Talent für das Klavierspiel zeigte sich bereits in jungen Jahren. Schon im Alter von 14 Jahren war sie bei einer renommierten Musikalienhandlung in St. Louis beschäftigt, um den Kunden die neuesten Veröffentlichungen aus dem Katalog eines grossen Musikverlages vorzuspielen. Nachdem sie ihre Schulausbildung abgeschlossen hatte, fand sie im Alter von 17 Jahren eine feste Stelle beim «Stix, Baer & Fuller Department Store» in St. Louis. Im Rahmen dieser Beschäftigung sass sie jeden Tag mehrere Stunden am Klavier und spielte für alle Kunden die neusten Hits des Musikverlages. Schliesslich begann sie auch eigene Musik zu komponieren, hauptsächlich im Ragtime-Stil. In den folgenden Jahren wurde sie zu einer der profiliertesten Ragtime-Komponistinnen, ihre Stücke besassen einen festen Platz im Repertoire vieler Ragtime-Ensembles. Wie viele ihrer Komponistinnen-Kolleginnen gab auch sie ihre berufliche Tätigkeit als Komponistin und Pianistin nach der Eheschliessung und der Geburt ihrer zwei Kinder auf, verlor jedoch nie ihre Leidenschaft für das Klavierspiel.

 

Sofia Gubaidulina
frauenkomponiert 2015 –
Impromptu für Flöte, Violine und Streichorchester (1996)

Geboren in der Stadt Tschistopol der Tatarischen Autonomen Republik, verbrachte Sofia Asgatowna Gubaidulina (*1931) ihre Kindheit in Kasan. Ihr Vater war Ingenieur, ihre Mutter Lehrerin und ihr Grossvater Mullah. Nach ihrer Klavier- und Kompositionsausbildung am Konservatorium von Kasan (1949–1954) setzte Gubaidulina ihr Kompositionsstudium bei Nikolai Pejko und Wissarion Schebalin in Moskau fort, wo sie 1963 abschloss. Während dieser Lehrjahre wurde sie mit einem Stalin-Stipendium ausgezeichnet. In der sogenannten Ära der Stagnation wurden ihre Kompositionen aber als “pflichtvergessen“ bezeichnet.
Einen wesentlichen Beitrag zu Gubaidulinas Bekanntheit im Westen leistete Gidon Kremer, der ihr Violinkonzert Offertorium 1981 uraufführte. Ihr zweites Violinkonzert widmete sie der deutschen Geigerin Anne-Sophie Mutter. Seit 1992 lebt Gubaidulina in Deutschland in der Nähe von Hamburg.

Sofia Gubaildulina ist seit 2015 Ehrenpräsidnetin von frauenkomponiert.

 

Elisabeth Claude Jacquet de la Guerre

Festival frauenkomponiert 2018 – Sonata in d-moll für Violine und B.c, Grave, Presto, Adagio-Presto-Adagio, Aria, Presto; Triosonate in D-Dur für 2 Violinen und B.c. Grave, Vivace e Presto – Adagio, Allegro, Adagio, Allegro; Aria: Affettuoso, Allegro

Elisabeth Claude Jacquet de la Guerre (1665–1729) war, als Tochter eines Cembalobauers, schon im Kindesalter als Cembalovirtuosin hoch angesehen. Im Alter von 15 Jahren wurde sie von Ludwig XIV. engagiert, der sie förderte und ihre Kompositionen zur Aufführung brachte.

 

Fanny Hensel

Festival frauenkomponiert 2018 – Präludium in G-Dur; Präludium in F-Dur für Orgel

Allegro molto c-moll

Das Jahr – 12 Charakterstücke für Fortepiano

1. Januar – Ein Traum. Adagio quasi una Fantasia
Ahnest du, o Seele, wieder
Sanfte, süsse Frühlingslieder,
Sieh umher die falben Bäume,
Ach!, es waren holde Träume.

2. Februar – Scherzo. Presto
Denkt nicht, ihr seid in deutschen Gränzen,
Von Teufels-, Narren- und Totentänzen
Ein heiter Fest erwartet euch.

3. März – Praeludium und Choral «Christ ist erstanden»
Verkündiget, ihr dumpfen Glocken, schon
Des Osterfestes erste Feierstunde?

4. April – Capriccioso
Der Sonnenblick betrüget
Mit mildem, falschem Schein.

5. Mai – Frühlingslied
Nun blühet das fernste, tiefste Tal.

6. Juni – Serenade. Allegro
Hör ich Rauschen, hör ich Lieder,
Hör ich holde Liebesklage.

7. Juli – Larghetto
Die Fluren dürsten nach erquickendem Tau,
der Mensch verschmachtet.

8. August – Allegro
Bunt von Farben Auf den Garben liegt der Kranz.

9. September – Am Flusse. Andante con moto
Fliesse, fliesse, lieber Fluss,
Nimmer werd ich froh.

10. Oktober – Allegro con spirito
Im Wald, im grünen Walde,
Da ist ein lustiger Schall.

11. November – Mesto
Wie rauschen die Bäume so winterlich schon,
Es fliehen die Träume des Lebens davon,
Ein Klagelied schallt
Durch Hügel und Wald.

12. Dezember – Allegro molto. Choral
Vom Himmel hoch, da komm ich her

13. Nachspiel – Choral
Das alte Jahr vergangen ist Il Saltarello Romano


frauenkomponiert 2015 – “Hero und Leander”: Dramatische Szene für eine Singstimme mit Begleitung des Orchesters (1832)

Die ältere Schwester Felix Mendelssohns, Fanny Hensel geb. Mendelssohn, getauft Bartholdy (1805–1847) spielte bereits mit 13 Jahren grosse Teile des Wohltemperierten Claviers von Bach auswendig. Gemäss den Sitten jener Zeit für eine Frau ihrer Abstammung wurde Fannys Musiktätigkeit mit ca. 15 Jahren auf Kammermusik für den privaten Raum limitiert – Komposition durfte für sie nur «Zierde» sein. Sie liess sich jedoch davon nicht beirren und komponierte ihr ganzes Leben lang insgesamt um die 450 Stücke.

 

Vítězslava Kaprálová
Festival frauenkomponiert 2016 –
Sbohem a šáteček (Zum Abschied winken) für Gesang und Orchester (1938)

Vítězslava Kaprálová (1915–1940) machte ihre ersten Kompositionsversuche mit neun Jahren. Mit 15 Jahren studierte sie Komposition und Dirigieren am Konservatorium ihrer Heimatstadt Brno – gegen den Willen ihres Vaters, der allerdings auch selber Komponist war. 1937 dirigierte Kaprálová ihre Militärsinfonie mit der tschechischen Philharmonie und ein Jahr später mit dem BBC Symphony Orchestra. Trotz ihres frühen Todes hinterliess sie ein bemerkenswertes kompositorisches Œuvre.

 

Sadie Koninsky

Festival frauenkomponiert 2018 – Eli Green’s Cakewalk (1896)

Sadie Koninsky (1879–1952) stammte aus einer musikalischen Familie und erhielt in ihrer Jugend eine klassische Violinausbildung. Im Alter von 17 Jahren komponierte sie «Eli Green’s Cakewalk». Das Stück wurde von dem Verlag Joseph Stern in New York veröffentlicht, bei dem sie in der folgenden Zeit als Arrangeurin beschäftigt war. Später lebte sie in Troy (New York), unterrichtete Violine und spielte als Solistin mit verschiedenen Ensembles der Region. Mit ihren Brüdern gründete sie 1904 ein Ensemble, das als «Koninsky-Orchestra» über 20 Jahre lang bestand. Zur gleichen Zeit wurde die »Koninsky Music Company», ein eigener Musikverlag der Geschwister, begründet, für den sie als Komponistin, Arrangeurin und Begleiterin wirkte. Neben Ragtime-Stücken schrieb sie auch Walzer, Märsche und Lieder. Einige ihrer Werke wurden unter den Namen Jerome Hartmann oder Julius K. Johnson veröffentlicht. In den 1920er-Jahren gründete sie mit «Goodwyn Music» in Troy einen eigenen Verlag. Ob sie jemals verheiratet war, ist nicht bekannt.

 

Nathalie Laesser Zweifel

Festival frauenkomponiert 2018 – Brazileira; Long ago (CH-Erstaufführung)

Nathalie Laesser Zweifel (*1982) wuchs in Aarau auf, studierte Klavier am Conservatoire de Lausanne bei Christian Favre und in der Konzertklasse von Hiroko Sakagami an der Hochschule Luzern. Sie hat sich in Lied-Begleitung bei Edward Rushton weitergebildet und studierte Jazz-Klavier und Komposition bei Thierry Lang an der Jazzschule Montreux. Wichtige musikalische Impulse erhielt sie in Rio de Janeiro beim Pianisten Leandro Braga für Bossa Nova und Samba.

 

Junghae Lee
Festival frauenkomponiert 2016 –
poema ritmico für Klavier Solo und Streichorchester (2014) 

Die Koreanerin Junghae Lee (*1964) wurde in Tokio geboren. Nach ihrem Schulabschluss in Korea studierte sie Komposition an der Seoul National University bei Byung-Dong Paik. 1991 übersiedelte sie nach Basel und studierte in der Fachklasse des Elektronischen Studios der Musikhochschule Basel Komposition mit Schwerpunkt Elektronische Musik sowie Cembalo an der Schola Cantorum Basiliensis. Sie besuchte Meisterkurse bei Isang Yun und Toru Takemitsu.
Eine Reihe im Studio produzierter Tonbandstücke widerspiegelt ihre Suche nach starken und klaren Ausdrucksmitteln, die schliesslich in einem eigenen Idiom münden. Nach einer intensiven Auseinandersetzung mit der elektronischen Musik wandte sie ihr Interesse wieder dem instrumentalen Komponieren zu. Spezielle Klänge und hohe Expressivität bestimmen ihr Schaffen sowohl mit als auch ohne Elektronik.

Preise und Auszeichnungen

– 1997, für “SuNu”: “The Best Composition by a Woman” bei der “International Electroacoustic Music Competition Musica Nova” in Prag
– 2001, „Circulation“ für Tonband: Anerkennungspreis im “Priz Bruynel”, Amsterdam
– 2003, Djerassi Residency Artist Programm, Kalifornien
– 2004, IGNM Basel Portraitkonzert; Komponistenportrait in einer Sendung des Schweizerischen Radios DRS2006, Kompositionsauftrag von Pro Helvetia

 

Alma Mahler

Festival frauenkomponiert 2018 – Die stille Stadt (Dehmel); In meines Vaters Garten (Hartleben); Laue Sommernacht (Falke); Bei dir ist es traut (Rilke); Ich wandle unter Blumen (Heine)

Während ihrer künstlerisch aktiven Zeit komponierte und entwarf Alma Mahler geb. Schindler (1879–1964) mehr als hundert Lieder, verschiedene Instrumentalstücke und den Anfang einer Oper. Von ihrem Gesamtwerk sind nur 17 Lieder erhalten. Mit seinem Heiratsantrag machte Gustav Mahler klar, dass seine Ehefrau ihre Musik aufgeben müsse. Alma Mahler war eine bedeutende Persönlichkeit der Kunst-, Musik- und Literaturszene in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Nach Mahlers Tod heiratete sie den Architekten Walter Gropius, dann den Dichter Franz Werfel, und wurde die Geliebte des Malers Oskar Kokoschka.

 

Emilie Mayer
Festival frauenkomponiert 2016 –
Sinfonie Nr. 5 f-Moll (1862)

Emilie Mayer (1812–1883) erhielt früh Klavierunterricht und studierte nach der Schulzeit Komposition bei Carl Loewe in Stettin. 1847 übersiedelte sie nach Berlin, um sich intensiv mit Doppelkontrapunkt und Fuge bei Adolf Bernhard Marx auseinanderzusetzen. Ab 1850 veranstaltete sie regelmässig Konzerte vor geladenem Publikum, um ihre eigenen Werke und die anderer vorzustellen.

Zu ihrer Zeit war Emilie Mayer eine sehr bekannte Komponistin. Damals wurde sie von begeisterten Kritikern „der weibliche Beethoven“ genannt. Sie widmete sich ausschliesslich dem Komponieren und schrieb u.a. 4 Ouvertüren, 6 Symphonien, ein Klavierkonzert, Kammermusik und zahlreiche Lieder. Nach ihrem Tod geriet ihr umfangreiches und vielfältiges Werk in Vergessenheit. Von den Orchesterwerken sind lediglich die 5. und 6. Symphonie veröffentlicht; die anderen Manuskripte befinden sich in Berlin.

 

Marita Richter schreibt:

„Eines aber ist klar: Emilie Mayer steht, und soviel ist nach dem Hören der 5. Sinfonie deutlich, in einer hervorragenden Position als Komponistin von Sinfonien in der Nachfolge von Beethoven, Schubert und Mendelssohn. Und sie ist ein Bindeglied, quasi ein “missing link”, zu den Sinfonien von Schumann und Brahms.

Wer ist Emilie Mayer? – Diese Frage dürfte unter Kennern klassischer Musik nicht mehr gestellt werden. Selbstverständlich sollte ihr 125. Todestag am 10. April dieses Jahres [2012] gebührend gefeiert werden.

“Ist sie ein weiblicher Beethoven?” – Nein. Sie ist Emilie Mayer. Die gab’s nur einmal. Beethoven übrigens auch.“

 

Meredith Monk

Festival frauenkomponiert 2018 – Ellis Island

Meredith Monk (*1942) gilt als Pionierin der vokalen Performance-Kunst und studierte klassische Musik, Theater und Modern Dance am Sarah Lawrence College in Yonkers, New York, USA. Ihr Schaffen ist multimedial geprägt, als Hauptelemente treten Stimmen, Musik, Theater, Tanz, Film und Lichteffekte in Erscheinung. Seit 1991 komponiert sie auch Instrumentalstücke, so z.B. 2004 Stringsongs für das Kronos Quartet. 2012 wurde Meredith Monk von der Zeitschrift Musical America als «Composer of the Year» ausgezeichnet.

 

Julia Lee Niebergall

Festival frauenkomponiert 2018 – Hoosier Rag (1907)

Julia Lee Niebergall (1886–1968) ist eine der Ragtime-Komponistinnen, denen es wirklich gelang, ihr ganzes Leben erfolgreich mit der Musik zu gestalten – als Pianistin, Begleiterin, Arrangeurin und Komponistin. Sie wuchs in Indianapolis in einer musikalischen Familie auf, ähnlich wie auch ihre Freundin May Aufderheide. Julia Lee Niebergall entwickelte sich zu einer sehr unabhängigen Frau. Nach ihrem Schulabschluss heiratete sie, liess sich aber nach kurzer Zeit scheiden und nahm wieder ihren Mädchennamen an. Ihre für diese Zeit bemerkenswerte Unabhängigkeit zeigte sich auch darin, dass sie als eine der ersten Frauen in Indianapolis ein Auto besass und dieses auch selbständig steuerte. 1907 wurde ihre erste Ragtime-Komposition mit Erfolg veröffentlicht. Zu dieser Zeit wirkte Julia Lee Niebergall auch als Arrangeurin für den Musikverlag John Aufderheide in Indianapolis. Von etwa 1910 bis in die 1920er-Jahre hinein konzentrierte sie sich als Pianistin auf ihre Tätigkeit als Begleiterin von Stummfilmen bis zu der Zeit, als der Tonfilm aufkam. Gelegentlich spielte sie auch für Ballett- und Sportklassen. In späteren Jahren unterrichtete sie Klavier und Musiktheorie.

 

Clara Schumann

Festival frauenkomponiert 2018 – Präludium und Fuge in D-Moll, Op. 16/3; Präludium und Fuge in B-Dur, Op. 16/2
Drei Romanzen für Violine und Klavier, op.22 Andante molto; Allegretto. Mit zartem Vortrage; Leidenschaftlich schnell; Ich stand in dunklen Träumen (Heine) op 13 Nr.1; Sie liebten sich (Heine) op 13 Nr.2

 

Clara Schumann (1819–1896) wurde von ihrem Vater, Friedrich Wilhelm Wieck, von ihrem fünften Lebensjahr an systematisch zur Klaviervirtuosin ausgebildet. Schon früh begeisterte Clara Wieck durch ihre Improvisationen und eigene Kompositionen. Wenngleich sie sich in erster Linie als Pianistin verstand, bedeutete ihr das Komponieren sehr viel.

 

Adaline Shepherd

Festival frauenkomponiert 2018 – Live Wires Rag (1910)

Adaline Shepherd (1885–1950) wurde im amerikanischen Staat Iowa geboren, wo sie vermutlich im Rahmen ihrer Schulausbildung auch Musikunterricht erhielt. Das Klavierspiel erlernte sie wahrscheinlich autodidaktisch. 1907 lebte Adaline Shepherd in Milwaukee. Dort entstand vermutlich ihr bekanntestes Werk «Pickles and Peppers». Der Verleger Joseph Flanner war von diesem Stück begeistert, sorgte für ein ordentliches Arrangement (da Adaline Shepherd nicht über die dafür nötigen Notenkenntnisse verfügte) und veröffentlichte das Werk. (Interessanterweise war diese Praxis übrigens auch bei vielen Ragtime-Stücken ihrer männlichen Kollegen üblich – viele Musiker in den Vergnügungsvierteln der Grossstädte spielten zwar genial Klavier, hatten aber nie Musikunterricht genossen, der es ihnen ermöglicht hätte, ihre Kompositionen zu notieren). «Pickles and Peppers» wurde zum wahrscheinlich grössten Hit einer Ragtime-Komponistin und erreichte bald eine Auflage von 2 Millionen verkauften Exemplaren. Doch folgten diesem grandiosen Debüt-Stück leider nur noch zwei weitere Ragtimes. 1910 heiratete Adeline Shepherd Frederick S. Olson. Als Ehefrau und Mutter von drei Kindern gab sie schliesslich ihre musikalischen Ambitionen auf. Im Jahr 1917, während des ersten Weltkrieges, erschien ein letztes Klavierstück unter dem Namen Mrs. F. S. Olson. Adaline Olson starb 1950 in Milwaukee.

 

Ethel Smyth

Festival frauenkomponiert 2018 – O schönes Weltgebäude (1913), Prelude on an Irish air (1936), O Traurigkeit, o Herzeleid (1913)
frauenkomponiert 2016 – Concerto für Violine, Horn und Orchester (1889)
frauenkomponiert 2015 – Serenade in D (1889)

Ethel Smyth (1858–1944) entstammte einer viktorianischen Familie. Ihr Wunsch, Musik zu studieren, wurde von ihrer Familie zunächst strikt abgelehnt, erst 1877 gelang es ihr, den Widerstand zu brechen und ein Musikstudium in Leipzig aufzunehmen. Ihr erster grosser kompositorischer Erfolg war die Messe in D, die im März 1893 in der Royal Albert Hall London uraufgeführt wurde. Ausserdem komponierte sie u.a. sechs Opern, ein Konzert für Horn, Violine und Orchester und Kammermusik, darunter mehrere Streichquartette. Bekannt geworden ist Ethel Smyth auch durch ihr Engagement für die englische Frauenbewegung, die «Suffragettes».

 

Barbara Strozzi

Festival frauenkomponiert 2018 – «Presso un ruscello algente» Kantate für Sopran und B.c.; Serenata «Hor che Apollo» für Sopran, 2 Violinen und B.c.

In ihren Werken erscheint Barbara Strozzi (1619–1664) als eine der grossen Komponistinnen ihrer Zeit, und sowohl ihre frühen Madrigale wie auch die späteren Kantaten sind von ausserordentlicher Expressivität und Schönheit. Sie lebte als Kurtisane in Venedig und war Mutter mehrerer Kinder von verschiedenen Männern.

 

Germaine Tailleferre

Festival frauenkomponiert 2018 – Jeu de plein air; 1. La Tirelitentaine; 2. Cache-cache mitoula

Germaine Tailleferre (1892–1983) wurde in der Nähe von Paris als Germaine Taillefesse geboren und änderte ihren Namen als junge Frau aus Trotz gegen ihren Vater, der sich weigerte, ihre musikalische Ausbildung zu unterstützen. Ihren ersten Klavierunterricht erhielt sie von ihrer Mutter. Seit 1904 am Pariser Conservatoire, gewann sie mehrere Preise und war (als einzige Frau) Mitbegründerin und Mitglied der «Groupe des Six» (mit Georges Auric, Louis Durey, Arthur Honegger, Darius Milhaud und Francis Poulenc), die eine grosse Wirkung auf das französische Musikleben ausübte. Sie komponierte Opern, Konzerte, Klavier- und Kammermusik, daneben auch Musik für Film und Fernsehen.

 

Helena Tulve – Festival frauenkomponiert 2018

Helena Tulve, geboren 1972 in Estland, studierte Komposition am Staatlichen Konservatorium in Tallinn und am Conservatoire de Paris. Sie schreibt eine fliessende, sich frei entwickelnde Musik, die aus einfachsten Impulsen entsteht und auf eine natürliche Weise experimentell klingt. Neben Komposition hat sie sich auch intensiv mit der Gregorianik und verschiedenen mündlich überlieferten Vokaltraditionen befasst.
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Agnes Tyrrell (1846-1883)

Festival frauenkomponiert 2018 – Ouvertüre aus dem Oratorium „Die Könige in Israel“ c-Moll (ca. 1880)

Agnes Tyrrell sollte als bedeutende europäische Komponistin betrachtet werden. Sie war Tochter des Englisch-Lehrers Henry Tyrrell, verbrachte aber ihr ganzes Leben in Brno (heute Tschechische Republik). Komposition studierte sie bei Otto Ritzler, und ist ist eine der wenigen Frauen, die vor 1900 eine Sinfonie schrieb – die Sinfonie in C-Dur. Ferner schrieb sie 39 Klavierwerke, 38 Lieder/Liederzyklen, 15 Chöre, ein Streichquartett, 2 Ouvertüren und eine Mazurka für Orchester, das Oratorium „Die Könige in Israel“ und eine Oper “Bertran de Born”. Nur ein paar ihrer Klavierwerke sind veröffentlicht, praktisch alle ihrer grösseren Werke warten noch auf ihre Uraufführung.

Die frauenkomponiert-Uraufführung 2018 von Tyrrells Ouvertüre aus dem Oratorium „Die Könige in Israel“ anhand der von frauenkomponiert im Auftrag gegebenen Notenausgabe von Rico Zela und Jessica Horsley bildet einen Meilenstein in der Aufwertung und Anerkennung ihres Schaffens.